Was ist besser? Ein Artikel, der im Einkauf 50 Euro kostet und im Verkauf 80 Euro bringt oder ein Artikel der im Einkauf 6 Euro kostet und im Verkauf 10 Euro bringt? Hier hilft die Handelsspanne bei der Entscheidung. Sie sagt aus, wieviel Prozent vom Verkaufspreis für den Handel übrig bleiben. Ein Teil bekommt der Lieferant, den anderen Teil behält der Handel. Je größer der Teil für den Händler ist, desto interessanter ist das Geschäft.

Wir gehen hier in der Regel vom Netto-Verkaufspreis aus. Die Mehrwertsteuer lässt man unberührt, von der hat der Handel ja nichts.
Es geht also darum, die 100 % Preis, die dem Kunden berechnet werden (Listenverkaufspreis) zwischen Lieferant und Handel aufzuteilen.

Bleiben wir bei den beiden Zahlenbeispielen oben.

1. Fall: Der Handel erhält vom Kunden 80 Euro = 100%
Für die Ware muss der Handel im Einkauf 50 Euro bezahlen = x% für den Verkäufer. Der Handel behält also 30 Euro = den Rohgewinn.

Also:
80 Euro = 100 %
30 Euro = X% = 37,5% Handelsspanne

2. Fall:
10 Euro = 100 %
4 Euro = X% = 40% Handelsspanne.

Somit hat der Handel vom 2. Produkt eine höhere Handelsspanne und somit mehr Spaß dran. Mit der Handelsspanne können wir also die guten von den schlechten Geschäften unterscheiden.