Hier sind die vier möglichen Kommissionierungsmethoden über die Packliste hinaus.
Bitte denken Sie daran, für die verwendeten Namen gibt es mehrere Bezeichnungen. Daher sind auch die von Ihnen
verwendeten Synonyme zu den einzelnen Methoden richtig. So wird 'Pick-by-Scan' häufig auch 'Pick-by-MDE' oder auch nur
'MDE-Kommissionierung' genannt (MDE = mobile Datenerfassung).
Aufgabe: Erklären Sie nun jede dieser Kommissionierungsmethoden mit entsprechendem Vor- und Nachteil. Notieren Sie
auch hier zunächst Ihre Beschreibung, ehe Sie auf die entsprechende Methode klicken.
Pick-by-Scan
Der Kommissionierungsauftrag wird über ein mobiles Datenerfassungsgerät (z.T. wie ein Smartphone) angezeigt. Es wird
immer nur ein Artikel angezeigt, somit besteht keine Verwechslungsgefahr. Ferner muss der Mitarbeiter am entsprechenden
Regalfach einen dort befindlichen QR-Code oder einen Bar-Code scannen. Damit überprüft dann das System, ob der
Mitarbeiter auch am richtigen Regalplatz steht und zeigt erst dann die zu entnehmene Menge an.
Das System ist in der Anschaffung recht teuer. Auch sind die Kosten und die Wartungkosten für die MDE-Geräte recht hoch.
Die MDE-Geräte können durch Sturz beschädigt oder zerstört werden. Ferner hat der Mitarbeiter eine Hand häufig am MDE-Gerät. Das macht das Heben von größeren Gegenständen schwierig.
Pick-by-Voice
Der Kommissionierungsauftrag wird über Sprachnachrichten übermittelt. Die Kommissionäre tragen Kopfhörer und erhalten so
den nächsten Pick-Auftrag. Da das System mit Sprachsteuerung funktioniert, können auch Befehle an das System gegeben
werden (z.B. wiederholen, okay). Um eine Prüfung vorzunehmen, ob die Mitarbeiter auch am richtigen Regalplatz stehen,
müssen diese eine dort befindliche Prüfziffer nennen.
Das System hat die gleichen Vorteile wie Pick-by-Scan, doch die Mitarbeiter haben zusätzlich noch beide Hände zum
kommissionieren frei.
Da Sprache schwieriger zu übermitteln ist, als Texte, ist dieses System noch teurer, als Pick-by-Scan. Auch kann das Tragen
eines Kopfhörers über den ganzen Tag als unangenehm empfunden werden.
Pick-by-Light
Der Kommissionierungsauftrag wird über Lichtsignale übermittelt. In der Praxis findet man sehr unterschiedliche Arten der
Anwendung. Grob erklärt erhält der Mitarbeiter Lichtsignale, die den nächsten Lagerplatz anzeigen, aus dem Ware zu
entnehmen ist. Lichtsignale geben den Mitarbeitern eine höhere Sicherheit, vor dem richtigen Regalplatz zu stehen. Ferner
findet man die entsprechenden Warenplätze schneller. Die zu entnehmene Menge kann selbst am Fach stehen (ähnlich wie
elektronische Preisschilder) oder diese Daten werden auf ein MDE übertragen sobald auf den Knopf am Fach gedrückt wird.
Dieses System hat die gleichen Vorteile wie Pick-by-Voice. Aber die Mitarbeiter sind schneller am Regal und die Sicherheit, am
richtigen Regalplatz zu stehen, ist höher.
Allerdings ist die Einrichtung eines solchen Systems sehr teuer. Alle Regalfächer müssen mit dem Rechner vernetzt werden.
Pick-by-Vision
Der Kommissionierungsauftrag wird auf eine Brille übertragen, die der Mitarbeiter trägt. Dabei enthält das 'Brillenglas' ein
kleines Datenfeld im Blickbereich. Über eine solche Brille kann der Weg zum entsprechenden Fach angezeigt werden, der
Rechner überprüft direkt, ob der Mitarbeiter am richtigen Fach steht und blendet dann die zu entnehmene Menge ein.
Dieses System ist noch recht jung. Die Vorteile scheinen großartig zu sein, aber es gibt noch relativ wenig Praxistests. Dieses
System ist derzeit noch teuer. Doch das dürfte sich schnell ändern.
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