Das Unternehmen PerfecKitchen produziert Küchen auf Kundenwunsch. Die Kunden können sich alle Komponenten beliebig zusammenstellen.
Für die Ausstattung eines Mietshauses sind nun 8 baugleiche Küchen K14 bestellt worden. Sie sollen für diese Küchen den Bedarf an den
speziellen Metallelementen (Artikel SME 12 bis SME 16) disponieren.
Für jede Küche (K14) benötigen Sie 3 Schränke BG13 sowie 4 Schränke BG12.
- Für jeden Schrank BG13 benötigen Sie 6 mal den Artikel SME 12 sowie 24 mal den Artikel SME 14
- Für jeden Schrank BG12 benötigen Sie 8 mal den Artikel SME 12 sowie 20 mal den Artikel SME 16
- Aus der Erfahrung kalkulieren Sie bei den Artikel SME 12 und SME 14 mit einem Zusatzbedarf von 5%, beim Artikel SME 16 sogar mit einem
Zusatzbedarf von 10%. Runden Sie beim Zusatzbedarf kaufmännisch auf ganze Zahlen.
Für den Fall, dass Sie die Aufstellung als Erzeugnisstruktur benötigen, klicken Sie bitte auf 'Zeichnung'.
Disponieren Sie den kompletten Sekundär- sowie Bruttobedarf an den Zukaufteilen für 8 Küchen K14.
Sekundärbedarf
Bruttobedarf
Der Sekundärbedarf
leitet sich aus dem Primärbedarf ab. Angenommen, ein Schrank hat zwei Schubladen und in einer Küche sind drei von diesen Schränken,
dann müssen Sie pro Küche 3 (Schränke) mal 2 (Schubladen) = 6 Schubladen produzieren. Sie haben also einen Sekundärbedarf je Küche
von 6 Schubladen. Wenn Sie nun 4 von diesen Küchen benötigen, dann müssen Sie diesen Bedarf je Küche, hier also mit 4, multiplizieren.
Das ergibt dann 6 * 4 = 24 Schubladen.
Also der Sekundärbedarf ist das, was der Einkäufer aufgrund der vorliegenden Aufträge je Produkt einkaufen muss. Aber vielleicht haben
Sie sich auch nur verrechnet. Das ist die häufigste Ursache für Fehler bei solchen Aufgaben: Konzentrationsschwäche.
Der Bruttobedarf
Mit dem Sekundärbedarf kommen wir eigentlich aus, wenn nichts schief geht. Aber was ist, wenn nur ein angeliefertes Teil unbrauchbar ist
oder es in der Produktion zerstört wird. Dann könnten wir in unserem Beispiel nur noch 7 statt der 8 Küchen ausliefern. Das wäre sehr
ärgerlich.
Daher verwendet man Erfahrungswerte, die zusätzliche zum Sekundärbedarf bestellt werden - den Zusatzbedarf.
Entweder wird dieser pauschal angegeben oder, wie hier, als Prozentzahl. Diesen Wert müssen Sie nun auf den Sekundärbedarf rechnen.
Also, falls der Sekundärbedarf bei 200 liegt und der Zusatzbedarf liegt bei 5%, dann benötigen Sie zusätzlich 10 Stück. In Summe also 210
Stück. Diese Summe nennt man auch Bruttobedarf.