Das Unternehmen PerfecKitchen produziert Küchen auf Kundenwunsch. Die Kunden können sich alle Komponenten beliebig zusammenstellen.
Für die Ausstattung einer Schule sind nun 10 baugleiche Küchen bestellt worden. Sie sollen für diese Küchen den Bedarf an den speziellen
Metallelementen (Artikel SME 12 bis SME 16) disponieren.
Für jede Küche (K1) benötigen Sie 2 Schränke BG1 sowie 3 Schränke BG2.
Für jeden Schrank BG1 benötigen Sie 6 mal den Artikel SME 12 sowie 8 mal den Artikel SME 14
Für jeden Schrank BG2 benötigen Sie 8 mal den Artikel SME 12 sowie 16 mal den Artikel SME 16
Aus der Erfahrung kalkulieren Sie bei den Artikel SME 12 und SME 14 mit einem Zusatzbedarf von 5%, beim Artikel SME 16 sogar mit einem
Zusatzbedarf von 10%
Für den Fall, dass Sie die Aufstellung als Erzeugnisstruktur benötigen, klicken Sie bitte auf 'Zeichnung'.
Disponieren Sie den kompletten Sekundär- sowie Bruttobedarf an den Zukaufteilen für 10 Küchen:
Sekundärbedarf
Bruttobedarf
Der Sekundärbedarf
leitet sich aus dem Primärbedarf ab. Angenommen, ein Schrank hat zwei Schubladen und in einer Küche sind drei von diesen Schränken,
dann müssen Sie pro Küche 3 (Schränke) mal 2 (Schubladen) = 6 Schubladen produzieren. Wenn Sie nun 4 von diesen Küchen benötigen,
dann müssen Sie diesen Bedarf mit der Anzahl der Küchen (4) multiplizieren.
Also rechnen Sie 4 Küchen mal 3 Schränken mal 2 Schubladen = 24 Schubladen.
Wenn Sie diesem Beispiel nicht folgen können, dann schauen Sie sich das doch mal in einem Küchenstudio an.
Also der Sekundärbedarf ist das, was der Einkäufer aufgrund der vorliegenden Aufträge je Produkt einkaufen muss. Aber vielleicht haben Sie
sich auch nur verrechnet. Das ist der häufigste Fehler bei solchen Aufgaben: schlechte Konzentration.
Der Bruttobedarf
Mit dem Sekundärbedarf kommen wir eigentlich aus, wenn nichts schief geht. Aber was ist, wenn nur ein angeliefertes Teil unbrauchbar ist
oder es in der Produktion zerstört wird. Dann könnten wir in unserem Beispiel nur noch 9 statt der 10 Küchen ausliefern. Das wäre sehr
ärgerlich.
Daher verwendet man Erfahrungswerte, die zusätzliche zum Sekundärbedarf bestellt werden - den Zusatzbedarf.
Entweder wird dieser pauschal angegeben oder, wie hier, als Prozentzahl. Diesen Wert müssen Sie nun auf den Sekundärbedarf rechnen.
Also, falls der Sekundärbedarf bei 200 liegt und der Zusatzbedarf liegt bei 5%, dann benötigen Sie zusätzlich 10 Stück. In Summe also 210
Stück. Diese Summe nennt man Bruttobedarf.